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Pfizer Presseinformation: Sex im Alter
- nicht Frust, sondern Lust
Weltweite
Umfrage belegt: Sex ist auch in der zweiten Lebenshälfte
ein wichtiges Thema
Karlsruhe, 26.03.2002.
Liebe und Sexualität im Alter? Für viele
junge Menschen unvorstellbar, wird das Alter doch häufig
mit körperlichem und geistigem Abbau gleichgesetzt. Dass
ältere Menschen unverändert das Bedürfnis nach Liebe und
körperlicher Zuneigung haben, wird weitgehend noch tabuisiert.
In der Realität sieht es aber anders aus: Sex ist bei
Frauen und Männern zwischen 40 und 80 Jahren in der überwiegenden
Mehrheit ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Und das
ist nicht nur eine Vermutung, sondern durch die erste
Umfrage ihrer Art - dem weltweiten Pfizer-Bericht zu
sexueller Einstellung und sexuellem Verhalten - an immerhin
26.000 Frauen und Männern aus 29 Ländern nun auch wissenschaftlich
belegt.
Sexuelle
Aktivität – ältere Deutsche zählen nicht zum alten Eisen
Menschen
werden heute nicht nur älter, sie bleiben auch länger
jung. Wer in den Industriestaaten geboren wird, hat gute
Chancen, über 70 Jahre alt zu werden. Die meisten Menschen
zwischen 40 und 80 Jahren fühlen sich gesundheitlich und
psychisch wohl. Sexuelle Aktivitäten können einen wichtigen
Platz in ihrem Leben einnehmen. „Dabei sind es nicht nur
sexuelle Wünsche, sondern die meisten bleiben auch wirklich
sexuell aktiv“, berichtete Professor Edward Laumann,
Soziologe von der Chicagoer Universität. In der Umfrage
zeigen sich auch die älteren Deutschen nicht unbedingt
als Sexmuffel: Immerhin 68 Prozent der befragten 1.500
deutschen Männer und Frauen hatten nach eigenen Angaben
im letzten Jahr mindestens einmal pro Woche Geschlechtsverkehr.
Europäischer Spitzenreiter sind allerdings die 40- bis
80-jährigen Spanier. Im Gegensatz zu den heißblütigen
Südländern, geben sich die Japaner zurückhaltend: Nur
21 Prozent der Männer und Frauen aus dem fernen Osten
gehören zu den wöchentlich sexuell Aktiven. Britische
Frauen im Alter zwischen 70 und 80 Jahren bilden - nach
eigenen Angaben - mit 1,7-mal sexuellen Aktivitäten im
Jahr das absolute Schlusslicht. Spanische Frauen diesen
Alters liegen mit 27-mal pro Jahr ganz vorne; deutsche
Frauen mit 7-mal im Mittelfeld.
Ausgefülltes Sexualleben: Wichtig für die Gesundheit
„Sexuelle
Zufriedenheit ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil
einer glücklichen Beziehung, sondern steht auch in engem
Zusammenhang mit der Gesundheit des Menschen.“ Zu diesem
Schluss kommt die australische Paar- und Sextherapeutin
Professor Rosie King. Die Umfragedaten geben ihr
Recht: So schätzen sich diejenigen am gesündesten ein,
die auch die größte körperliche Befriedigung in der Partnerschaft
angaben. Immerhin 70 Prozent aller Befragten, die ihre
Partnerschaft im letzten Jahr als „äußerst oder sehr befriedigend“
bezeichneten, fühlten sich auch rundherum gesundheitlich
wohl. „Zum Schaden aller wird die Bedeutung sexueller
Gesundheit von den Betroffenen, ihren Ärzten und der Gesellschaft
überhaupt oft übersehen“, kritisiert die engagierte Ärztin.
King
fordert, den Einfluss, den die sexuelle Gesundheit eines
Menschen auf sein Wohlbefinden hat, nicht länger zu ignorieren.
Gleichzeitig gibt sie der Hoffnung Ausdruck, dass solche
großen Umfragen wie der weltweite Pfizer-Bericht
zu sexueller Einstellung und sexuellem Verhalten den notwendigen
Dialog über die sexuelle Gesundheit erleichtern.
Darüber
sollte man doch sprechen...
Trotz
aller Veränderungen der letzten Jahre im Umgang mit Sexualität
bestätigen die Experten, dass es doch noch viele Vorurteile
gibt, die den Umgang mit der sexuellen Gesundheit behindern.
„Immerhin mehr als die Hälfte aller Patienten glaubt,
dass sexuelle Funktionsstörungen im Alter normal sind“,
so Professor Gerald Brock vom St. Joseph´s Health
Center in London/Kanada.
Noch wesentlich drastischer ist, dass die
Mehrheit der Befragten eine optimistische Einschätzung
ihrer Gesundheit vornimmt, obwohl fast ein Viertel der
Befragten ernsthafte chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck
aufweist. Die Lücke zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlichem
Zustand ist nach Meinung von Brock fatal groß.
Das könnte aber auch zum Teil daran liegen, dass ein Drittel
der Befragten im letzten Jahr weder einen Arzt aufgesucht
haben oder sich auch nur an ihren letzten Arztbesuch erinnern
können.
Außerdem zeigen die Umfrageergebnisse, dass nur 17 Prozent
aller Deutschen mit sexuellen Problemen, ihren Arzt daraufhin
ansprachen. Zu
massiv ist scheinbar der Angriff auf das männliche Selbstbewusstsein,
zu groß ist die Scham, wenn ER nicht will. Aber auch die
Ärzte sind sich der Problematik nicht bewusst: Denn nur
jeder 10. deutsche Arzt fragt seinen Patienten nach seinem
sexuellen Wohlergehen. Dabei lohnt es sich durchaus, über
die sexuelle Gesundheit zu sprechen; nicht nur weil
sie
ein Lebenselixier ist, sondern auch weil sexuelle Funktionsstörungen
häufig erste Anzeichen für solch ernsthafte Krankheiten
wie Diabetes oder Herzkrankheiten sein können.
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wenden Sie sich bitte an:
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