|
Hohe
Zufriedenheit mit Prothesen
Nach
einer Schwellkörperimplantation zeigen sich nahezu
siebzig Prozent der Patienten mit dem Ergebnis zufrieden.
Diese Therapie wird als letzte Möglichkeit genutzt,
um Erektionsstörungen zu beseitigen.
Erst
wenn andere Therapien zu keinem positiven Ergebnis geführt
haben, kommt die Implantation von mechanischen Prothesen
zum Einsatz. Über achtzig Prozent der Patienten würden
diesen Eingriff wiederholen. Trotz vereinzelter Unzufriedenheit
ist die Schwellkörperimplantation also eine akzeptable
Methode. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Edina Eva von Rottenthaler
in einer Studie, die sie am Zentrum für Operative
Medizin der Universität zu Köln erstellt hat.
Auch
die Partnerinnen der Patienten sind zum größten
Teil mit der Prothese zufrieden. Die künstlich herbeigeführte
Erektion ähnelt einer normalen Erektion. Auf diese
Weise ist Geschlechtsverkehr wieder möglich. Auch
das Selbstbewusstsein der Patienten wird durch diese Tatsache
gestärkt. Dazu trägt nach Auffassung der Kölner
Medizinerin einzig schon das Wissen bei, dass eine Erektion
wieder möglich ist.
Bei
dem Eingriff kann es jedoch auch zu Komplikationen kommen.
Am gefährlichsten sind, so die Kölner Medizinerin,
die Infektionen. Wie nach jeder Operation können
außerdem auch hier Blutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen
und generelle Schmerzen auftreten. Zudem kann auch die
Prothese selbst Komplikationen verursachen.
Hinsichtlich
des Implantats besteht die Wahl zwischen zwei verschiedenen
Modellen. Die halb starre Prothese führt zu einer
Dauererektion des Penis. Bei dem hydraulischen Implantat
wird der normale Erektionsvorgang mit Hilfe einer Pumpe
imitiert. Durch die Flüssigkeitsverschiebung von
einem Reservoir in den Prothesenzylinder kommt dabei es
zu einer Längen- und Umfangszunahme des Penis. Beide
Prothesen haben Vor- und Nachteile. So verhilft das hydraulische
Implantat zwar zu einem möglichst naturgetreuen Erektionsvorgang,
hat aber eine höhere mechanische Komplikationsrate.
In der Praxis hat sich bislang keine Prothese eindeutig
als die Beste erwiesen. Die Wahl sollte deswegen individuell
bestimmt werden. Alternative Therapien zur Beseitigung
einer Erektionsstörung sind zum Beispiel die Einnahme
von Medikamenten oder ein gefäßchirurgischer
Eingriff.
Für
Rückfragen steht Ihnen Professor Dr. Udo Engelmann
unter der Telefonnummer 0221/478-4242, der Faxnummer 0221/478-5198
und der Emailadresse u-h.engelmann@uni-koeln.de zur Verfügung.
|